Technische Universität München
-

SS 2014 | Masterthesis

KLAUS-HEMMERLE-SCHULE

 

Konzept

Das Konzept

Mit meiner Masterarbeit schlage ich vor, die leerstehende Klaus-Hemmerle Schule zu einem Seniorenpflegeheim und Mehrgenerationenhaus mit einem integrierten Kindergarten umzunutzen. Bei dieser Idee handelt sich um ein konkretes Projekt, das zusammen mit dem Seniorenpflegeheim ‚Haus Anna‘ erarbeitet wurde. Das Haus Anna ist derzeit in einem wesentlich kleineren Gebäude mit ca. 30 Pflegeplätzen, in direkter Nachbarschaft zur Klaus-Hemmerle Schule, untergebracht. Bis 2018 steht das Haus noch unter Bestandsschutz, danach sind gravierende Umbaumaßnahmen notwendig, um den neuen Pflegeheim-Verordnungen gerecht zu werden.

Die Flächen der leerstehenden Schule können durch das Raumprogramm des Seniorenpflegeheims voll ausgeschöpft werden. Wichtig bei der Umnutzung war es mir die Großzügigkeit der Schule zu bewahren und auch die architektonische Qualität und städtebauliche Integrität mit dem großzügigen Innenhof der ehemaligen Schule aufrecht zu erhalten.

Bei meinem Konzept für das Mehrgenerationenhaus und Seniorenpflegeheim ist es mir besonders wichtig die Bewohner mit dem Quartier zu verbinden. Diese Verbindung soll über das Gemeindezentrum und den neu gestalteten öffentlich zugänglichen Stadtgarten erfolgen. Funktionen wie Café, Atelier & Töpferei, eine Kapelle und eine barrierefrei erreichbare Ladenzone sollen wichtige Kommunikationszonen schaffen.

Die innere Organisation des Wohnheims, d.h. die Wahl des Betreuungsmodells ist dabei ausschlaggebend für die erfolgreiche Verbindung der Bewohner mit dem Gemeindezentrum.

Das segregative Betreuungsmodell bietet die Gefahr, dass durch eine zu stark introvertierte Organisation keine Verbindung erfolgt. Für mein Konzept schlage ich daher das Modell der integrativen Betreuung vor, da hier eine leichtere Verbindung zu den Gemeinde-Bereichen durch fließende und variierende Aufenthaltsbereiche hergestellt werden kann.

Das Raumprogramm

In meinem Raumprogramm gibt es vier verschiedene Ebenen, welche sich durch unterschiedliche Grade von Öffentlichkeit und Privatheit unterscheiden.

Die erste Ebene zeichnet sich durch direkt zugängliche öffentliche Funktionen wie der Nahversorgungszone entlang der Franzstraße, dem Gemeindezentrum und der Kapelle aus. Die zweite Ebene, der Stadtgarten mit dem integrierten Kindergarten, ist ebenfalls öffentlich Zugänglich stellt jedoch einen Übergang von öffentlichem Raum zu privaten Rückzugsbereichen dar.

Die dritte Ebene stellen die Gemeinschaftsräume dar. Sie sind nicht mehr öffentlich Zugänglich, sollen aber umgekehrt den Bewohnern eine gute Vernetzung zum Quartier ermöglichen. Diese Ebene bildet gleichzeitig auch eine Art Filterschicht, die einen kontrollierten und flexiblen Übergang schaffen soll.

Die vierte Ebene sind die privaten Rückzugsorte, die Pflegezimmer, bzw. Apartments selber. Hierbei sind, wie bereits erläutert, die Pflegezimmer über die Gemeinschaftsräume mit dem Quartier verknüpft, die Apartments mit Betreutem Wohnen und Mehrgenerationenwohnen haben einen direkten Zugang zum Quartier.

Das Raumprogramm

Wohnen:

Wohngemeinschaft Demenz:

750 m²

Wohngemeinschaft Somatik:

750 m²

Betreutes Wohnen:

640 m²

 

Organisation:

Verwaltung:          80 m²

Personalräume:  225 m²

Lagerräume:        210 m²