Bauhaus Universität Weimar
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SS 2012 | Bachelor Thesis
KET HALLE WEIMAR
Nutzungskonzept
Eine besondere Herausforderung bei der Entwicklung eines Konzeptes für die denkmalgeschützte KET-Halle in Weimar stellt ihre enorme Größe mit einer Fläche von über 19000 m2 dar. Durch mein Konzept einer Algenzuchtanlage im Jahr 2020 mit der Kopplung einer Biogasanlage und einer Wasserstoff- / E-Tankstelle adressiere ich eine wichtige Herausforderung unserer heutigen Gesellschaft in Bezug auf die Entwicklung und Erzeugung von nachhaltigen Energieträgern.
Die Grundvoraussetzungen für den Anbau von Algenkulturen, sowohl der große Flächenbedarf als auch optimale Lichtverhältnisse, können durch die Charakteristiken der KET-Halle optimal erfüllt werden. Hierbei bietet die enorme Hallenfläche, als auch die hervorragende Tagesbelichtung über die Sheddächer vorzügliche Bedingungen. Der komplexe Produktions- und Kultivierungsfluss wird durch die offenen Raumstrukturen in der Halle und die unterschiedlichen Raumtypologien der Anbauten begünstigt. So können die Sozial- und Büroräume im Verwaltungsgebäude, die Laboreinrichtungen im Ostbau, die Raffinerien in den Ostflügeln und die Wasserreinigungsanlage im Westbau untergebracht werden.
Das immense Potential der Kultivierung von Algen besteht zum einen in der Erzeugung von vielfältigen Grundstoffen für unterschiedliche Industriezweige (z.B. Pharmazeutika, Kosmetika etc.), als auch in der Gewinnung von Energieträgern hoher Energiedichte, wie beispielsweise Wasserstoff, elektrische Energie oder Bioethanol. Der komplexe Produktionsfluss meines Nutzungskonzepts erstreckt sich demnach von der Biogasanlage zur Strom, Warmwasser und CO2 Produktion, über die Algenzucht und deren Rohstoff – Extraktion, bis hin zum Verkauf der erzeugten Endprodukte. Die Tankstelle als abschließendes Segment dieser Wertschöpfungskette stellt somit eine zentrale Komponente dieses Konzeptes dar und nimmt durch ihre dynamische Architektur Bezug zur Halle, um ihre direkte Verbindung zu betonen. Das Fortbestehen der Nutzung der KET-Halle wird durch eine dauerhafte und der Gesellschaft dienlichen Funktion sichergestellt.
Professur:
Denkmalpflege und Baugeschichte
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Betreuer:
Prof. Dr. phil. habil. Hans-Rudolf Meier,
Dipl.-Ing. Moritz Fritz
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Verfasser:
Ines Terstappen,
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Note:
1,3

